Garten-Tagesfahrten 2017

Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Möglichkeit, mit mir auf Entdeckungstour in Gärten der näheren und weiteren Umgebung Bremens zu gehen und mit den GartenDe Witte Wolkbesitzern vor Ort zu fachsimpeln, die Atmosphäre in den Gärten zu genießen und vielleicht auch die eine oder andere Pflanze für den eigenen Garten mitzubringen. Auf den Tagesausflügen, die in Bremen bzw. Grasberg starten, werden wir jeweils drei verschiedene Gärten besuchen.

Folgende Ziele werden wir ansteuern:

  • Der erste Ausflug am Sonntag, 18. Juni, hat drei Gärten im niederländischen Vechtetal zum Ziel.
  • Am Sonntag, dem 23. Juli, werden wir uns davon überzeugen, wie Steine, Bienen und Grüne Daumen für abwechslungsreiche und spannende Gärten im Landkreis Rotenburg sorgen..
  • Am Sonntag, dem 20. August, geht es dann noch einmal Richtung Niederlande in den Raum Groningen zum Finale im Präriegarten.

Weitere Einzelheiten zu den Fahrten sowie ein Anmeldeformular finden Sie hier.

Gartenreisen 2017

Haben Sie Lust auf eine Reise ins Mekka aller Gartenliebhaber? Möchten Sie lieber wenig bekannte Gärten in Skandinavien entdecken? Oder steht Ihnen der Sinn nach ländlichen Gärten in Deutschlands Nordosten?

Für die Gartenreise-Saison 2017 plane ich 3 Reisen:dscn7925-klein

  • die erste Reise wird vom 25. Mai bis zum 1. Juni  stattfinden und Cornwall zum Ziel haben. Weitere Informationen zu dieser Reise finden Sie hier.
  • die zweite Reise findet vom 27.06. bis zum 04.07. nach Schweden statt. Ausführliche Informationen finden Sie hier.
  • die dritte Reise wird vom 03.08. bis zum 06.08. nach Mecklenburg-Vorpommern und Rügen führen. Ausführliche Informationen zu dieser Reise finden Sie hier.

Alle drei Reisen finden in Zusammenarbeit mit dem Reiseunternehmen Schmätjen statt. Weitere Informationen zu den Gartenreisen folgen in Kürze. Berichte von meinen Gartenreisen 2016 finden Sie hier.

Gartenkunst und Gartenlust in Potsdam und Berlin – ein kurzer Bericht

k-IMG_3879Meine letzte diesjährige Gartenreise führte uns vom 11. bis zum 14. August nach Potsdam und Berlin. Bereits auf dem Weg dorthin machten wir einen ersten Gartenbesuch bei Frau Warnat in Geitelde bei Braunschweig. Das Wetter war noch grau und kühl, aber der reich bestückte Staudengarten von Frau Warnat, der sich über zwei Grundstücke mitten im Dorf erstreckte, ließ das bald vergessen, zumal die Gartenbesitzerin und ihr Mann uns zu unserem mitgebrachten Picknick mit Kaffee und Tee versorgten.

k-IMG_3900Der nächste Garten am Rande von Spandau rief die Geschichte der deutsch-deutschen Trennung in Erinnerung, liegt er doch in der ehemaligen Exklave Eiskeller, und man erreicht ihn nur über den ehemaliegen Grenzpatroullienweg. Das Ehepaar Lüdke hat auf mehreren Wochenendgrundstücken einen vielfältigen Garten voller Besonderheiten angelegt. Beeindruckend waren vor allem die vielen Phloxe, deren Hauptblütezeit zwar vorbei war, die aber immer noch den Garten bestimmten.

In Potsdam bezogen wir am Abend unser Hotel, das inmitten der Altstadt gleich gegenüber dem Holländischen Viertel gelegen war und dessen Lage abendliche Spaziergänge durch die historischen Straßen Potsdams ermöglichte.

k-IMG_3941Am nächsten Morgen besuchten wir zunächst den Garten des Ehepaares Näser und bekamen das Lebenswerk zweier Gartenenthusiasten zu sehen, die ihre Gärtner-Laufbahn vor vielen Jahren in der nahe gelegenen Foersterschen Gärtnerei als Praktikanten begonnen hatten. Dr. Näser ist Staudenexperte und hat selbst etliche Sorten gezüchtet. Seine Frau ist eine große Liebhaberin von Fuchsien, die in über 100 prächtigen Exemplaren in Kübeln im ganzen Garten verteilt waren.

k-IMG_3952Nicht weit davon entfernt befindet sich der Garten von Karl Foerster mit seinem berühmten englisch inspirierten Senkgarten auf, der sich in hochsommerlicher Pracht zeigte. In der Staudengärtnerei gleich nebenan wurde manche Mitreisende schwach, so dass sich der Gepäckraum des Busses zunehmend mit Stauden füllte.

k-IMG_3966Den Park von Sanssouci mit dem Lustschloss Friedrichs II. und den berühmten Weinbergsterrassen nutzten wir für eine ausgedehnte Mittagspause. Danach gab es  genügend Zeit, den barocken Park mit den darin verteilten Schlossgebäuden sowie den ausgedehnten von Peter Josef Lenné gestalteten Landschaftsgarten zu erwandern .

k-IMG_4002Zum Abschluss des Tages ging es noch auf das Belvedere auf dem Pfingstberg, das von Friedrich Wilhelm IV. geplant worden war und – wenn auch in deutlich bescheideneren Ausmaßen – von Wilhelm I. vollendet wurde. Der Pfingstberg ist einer der weniger bekannten Orte in Potsdam, und das Belvedere wurde erst Ende der 90er Jahre vollständig restauriert. Von hier aus hat man einen wundervollen Blick auf die Stadt und die Havellandschaft.

k-IMG_4013Der dritte Tag unserer Reise führte uns nach Berlin, wo wir zunächst die ‚Gärten der Welt‘ in Marzahn besuchten. Für viele Mitreisende dürfte es eine Überraschung gewesen sein, am Rande einer Plattenbausiedlung diesen Park mit seinen zahlreichen überzeugenden Beispielen von Gärten anderer Kulturen vorzufinden. Besonders beeindruckend waren der Islamische Garten, der Chinesische Garten, der Japanische Garten und der Koreanische Garten.

k-IMG_4081Der Weg von Marzahn nach Dahlem bot uns die Möglichkeit einer Stadtrundfahrt, auf der die Ausdehnung und die Unterschiedlichkeit der einzelnen Stadtteile Berlins deutlich wurden. In Dahlem besuchten wir den weitläufigen Botanischen Garten mit seinen großen Gewächshäusern und dem BotanischenMuseum.

k-IMG_4104Danach ging es in die gleich nebenan gelegene ‚Königliche Gartenakademie‘ von Gabreiella Pape. Hier gab es neben qualitätsvollen Gerätschaften für den Garten auch interessante Schaupflanzungen und -gärten zu sehen, wie den erst kürzlich angelegten Japanischen Garten, und nicht zuletzt ein verlockendes Angebot von Pflanzen für den eigenen Garten zu Hause. Im Schatten alter Bäume stärkte sich die Gruppe abschließend bei Kaffee und Kuchen im Gartencafé, bevor es zurück ins Hotel ging.

k-IMG_4121An unserem letzten Tag besuchten wir zunächst noch den Garten des Gatrenhistorikers und Landschaftsarchitekten Clemens Alexander Wimmer in Potsdam. Herr Dr. Wimmer hat hinter seinem historischen Haus einen Garten mit vielfältigen historischen Anklängen angelegt, dessen Gestaltungsideen er uns eingangs erläuterte.

k-IMG_4129Von hier aus ging es noch zur Villa und zum Garten von Max Liebermann am Wannsee, die der Maler in vielen seiner Bilder festgehalten hat. Die Max-Liebermann-Gesellschaft hat sich große Mühe gegeben, insbesondere den Garten in den Zustand zurück zu versetzen, den die Bilder Max Liebermanns zeigen.

Danach brachen wir voll der unterschiedlichsten Eindrücke wieder zurück nach Bremen auf, und mancher Reisegast mag sich gefragt haben, ob wir wirklich nur vier Tage unterwegs waren.

‚Stauden- und Gräserfülle rund um den Plöner See‘ – ein kurzer Bericht

Mein dritter diesjähriger Garten-Tagesausflug führte uns in die Holsteinische Schweiz, wo drei Gärten in und um Plön unser Ziel waren.

k-IMG_3801Zunächst ging es zu Marion Heine, deren 1200 qm großer Garten sich auf einem ansteigenden Gelände hinter dem Haus befindet. Den heftigen Regenguss zu Beginn unseres Besuches überbrückte die Gastgeberin mit interessanten Informationen über Plön und die Geschichte ihres Gartens. Glücklicherweise ließ der Regen bald nach, so dass wir den Garten bei schönstem Sonnenschein genießen konnten, bevor uns ein weiterer Schauer zum Aufbruch drängte. Durch eine geschickte Gliederung hat Marion Heine auf dem schmalen Grundstück einen abwechslungsreichen Garten mit vielen Überraschungen und einer großen Pflanzenvielfalt angelegt.

k-IMG_3849Unser zweites Ziel war der Garten von Fenna Graf, der inzwischen durch zahlreiche Publikationen in Gartenmagazinen bekannt ist. Der über 10.000 qm große Garten, der aus zahlreichen Gartenräumen besteht, die sich um eine historische Hofanlage gruppieren, liegt wie eine Insel in der sanft hügeligen holsteinischen Landschaft. Die Gärtnerin vermittelte uns bei einem kurzen Gang durch den  Garten ihre Gestaltungsideen, danach konnte jeder den Garten selbst erkunden. Die Zeit reichte kaum, um die vielen Gartenräume zu betrachten und die ganze Vielfalt des Gartens aufzunehmen. Fenna Grafs Herkunft schlägt sich deutlich in ihrem Garten nieder, in dem sich die Besucher eher in Holland als in Deutschland wähnen. Charakteristisch ist ihre Verwendung großzügiger Gruppen ‚gut funktionierender‘ Stauden- und Gräsersorten. Dabei handelt es sich mehrheitlich nicht um Raritäten, sondern um Pflanzen, die durch ihre Formen, Strukturen oder Farben wirkungsvoll einen Beitrag zur Gestaltung des Gartens leisten.

Am Nachmittag statteten wir schließlich Gut Stockseehof einen Besuch ab, wo unser Augenmerk vor allem den ‚Kleinen Gärten‘ galt, Schaugärten, die jedes Jahr unter einem bestimmten Thema von Gartengestaltern angelegt werden und sik-IMG_3858ch den kritischen Augen einer Jury und der Besucher stellen. Es fiel angenehm auf, dass die Gärten trotz fortgeschrittener Jahreszeit in einem guten Pflegezustand waren – was bei solchen Schaugärten keineswegs selbstverständlich ist. Unter den vielfältigen Beiträgen befand sich auch ein Entwurf von Fenna Graf. Dieser überzeugte durch seine großzügige Verwendung von Gräsern und duftiger Prachtkerzen, Gaura, um ein formales Wasserbecken.

Bericht von der Garten-Tagesfahrt ‚Holländische Garten-Leckerbissen‘

Garten Inez van SchooneveldtMein zweiter diesjähriger Garten-Tagesausflug führte uns am 10. Juli wieder einmal nach Holland in die Provinz Groningen. Hier gibt es so viele interessante Gärten zu entdecken, dass die Auswahl beinahe schwer fällt. Auch dieses Mal standen sehr unterschiedliche Gärten auf dem Programm.

Den Anfang machte der Hausgarten von Inez van Schooneveld. Mit vielen Ideen und guten Pflanzenkombinationen hat sie vor einigen Jahren begonnen, ihren etwa 1000 qm großen Garten umzugestalten. Inez hatte zum offenen Gartentag eingeladen, und so kamen neben unserer Gruppe auch noch einige weitere Gäste, die, genau wie wir, mit Kaffee, Tee und Kuchen empfangen wurden.Im Wintergarten zeigte Inez außerdem eigene Keramikarbeiten.

Garten De Witte Wolk-2Mit 4000 qm um einiges größer war der Garten ‚De Witte Wolk‘ von Theo und Nirad Verbeek-Hemskerk. Die weitläufige Anlage unter großen Bäumen lud zum Meditieren ein und bot gleichzeitig überraschende Gestaltungsideen. Nirad führte uns durch den Garten und erläuterte ihre ganz persönliche Herangehensweise an die Gartengestaltung.

Den Abschluss unseres Ausflugs machte der Garten von Jan F. Nauta und Sible de Blauuw, der sich mit seiner klaren architektonischen Struktur deutlich von den beiden bisher besuchten Gärten abhob. Dabei fehlten in diesem Garten keineswegs blütenreiche Pflanzen und üppige Stauden-Kombinationen, die durch die exakt geschnittenen Formschnittelemente den passenden Rahmen erhielten.Garten Nauta en Blaauw

Bericht von der Garten-Tagesfahrt ‚Rosen, Buchs und Staudenfülle‘

Am 18. Juni fand meine erste diesjährige Garten-Tagesfahrt statt. An diesem Tag mussten wir nicht weit fahren, um drei ausgesprochen schöne Gärten zu besuchen.IMG_3555

Den Anfang machte der Garten des Ehepaares Henke / Jung in Achim. Auch wenn die Rosenblüte zu Renate Jungs Bedauern ihren Zenit überschritten hatte, präsentierte sich der Garten mit seinen klaren Linien, den unterschiedliche, immer wieder anders gestalteten Bereichen von formal bis naturhaft und der wunderbaren Lage auf  das Schönste. Hier war die Zeit fast ein wenig knapp, um alle Einzelheiten dieses Gartens angemessen zu würdigen.IMG_3561

Aber, es standen ja noch zwei weitere Gärten auf dem Programm. Im zweiten Garten von Lieselotte Schulze war der prägende sinnliche Eindruck der betörende Duft der vielen Rosen, welche die ganze Leidenschaft seiner Besitzerin sind und den Bauerngarten rund um das alte Hofensemble in ihrer ganzen Vielfalt ausfüllten.Rosengarten Schulze

Der dritte Garten machte den Besuchern deutlich, was im Garten alles möglich ist. Anregungen für die unterschiedlichen Gartenräume wie den Senkgarten, den Gräsergarten und den Bauerngarten hat sich das Ehepaar Scheele in Engand geholt, doch die Umsetzung im eigenen Garten ist auf eine sehr persönliche Weise geschehen. Zum Abschluss dieses Gartenbesuches gab es frischen Butterkuchen und frisches Brot aus dem Holzbackofen, der extra für die Gruppe angeheizt worden war.Gräsetrgarten

Impressionen von der Gartenreise „Frühling in der Toskana“

Bereits im April fand meine erste diesjährige Gartenreise mit Ziel Toskana statt, auf der eine Vielzahl historischer Gärten und Villen sowie Städte wie Florenz, Lucca und Siena, eine liebliche Landschaft und nicht zuletzt die hervorragende Küche der Region auf dem Reiseplan standen.

Mit dem Zug ging es zunächst nach München und von dort aus mit dem Bus über die Alpen, wo wir am ersten Abend den Garten im Schatten des Paradeis des Weingutes Lageder erreichten. Diesen Gartenbesuch schlossen wir mit einem Gläschen ausgezeichneten Weines ab und stimmten uns so auf die weitere Reise ein.

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eine beeindruckende weiße Wisteria beim Weingut Lageder

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter nach Süden. Im toskanischen Apennin machten wir einen Mittagsstopp im Agrituriosmo Massoserpente, wo wir bei einem reichlichen Mittagessen eine erste Begegnung mit der ausgezeichneten toskanischen Küche hatten.

Massoserpente

„Pranzo toscano“ – Mittagessen auf toskanische Art

Danach stand ein Besuch der Villa Gamberaia mit ihrem überaus harmonischen Garten mit dem berühmten Wasser-Parterre auf dem Programm.

Villa Gamberaia

Das berühmte Wasserparterre der Villa Gamberaia“

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Medici-Villen und führte uns nach Florenz. Der erste Besuch galt der Villa Medicea di Castello mit ihrer enormen Sammlung an Zitrusfrüchten in Terracotta-Kübeln und dem ursprünglich von Tribolo geplanten Rennaissance-Garten.

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eine historische Zitrussorte aus der Agrumi-Sammlung der Villa Medicea di Castello

In der etwas oberhalb gelegenen Medici-Villa La Petraia waren es vor allem das Innere der einst von König Vittorio-Emmanuele bewohnten Räume und die Garten-Darstellungen von Giusto Utens, die den Besuch hier so spannend machten.

La Petraia

Der mit einem Glasdach überspannte Innenhof der Villa La Petraia

Nach diesen Gartenbesuchen machten wir einen Abstecher zum Weingut La Fattoria di Bacchereto, wo uns Besitzerin Rossella Bencini in ihrem Haus aus dem 17. Jahrhundert mit einem köstlichen Mittagsimbiss empfing und voller Begeisterung über ihre Weine, den Carmignano und den Vin Santo, erzählte, bevor wir uns von ihrer ausgezeichneten Qualität selbst überzeugen durften.

Fattoria di Bacchereto

Blick auf die Olivenöl-Krüge der Fattoria di Bacchereto

In der Nähe von Lucca liegt die Villa Reale di Marlia, in der einst die Schwester Napoleons, Elisa Baciocchi, residierte und zusätzlich zu der vorhandenen barocken Anlage einen Landschaftsgarten anlegen ließ.

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Die Grotte des Pan im Garten der Villa Reale di Marlia

Der Nachmittag stand dann für einen ausgiebigen Stadtbesuch in Lucca zur Verfügung. Hier genossen die Reiseteilnehmer nicht nur den Sonnenschein in Palazzo und Giardino Pfanner, sondern auch den Bummel durch die historische Stadt mit ihren vollständig erhalten gebliebenen Stadtmauern.

Palazzo Pfanner

Palazzo Pfanner in Lucca

Mit dem Zug erreichten wir am Folgetag Florenz, wo wir nach einer Stadtführung den am Arnohang liegenden Giardino Bardini besuchten, von dem aus man einen atemberaubenden Blick auf den Dom und die Altstadt von Florenz hat.

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Blick vom Giardino Bardini auf den Dom von Florenz

Danach ging es in den Giardino di Boboli, der einst für Eleonore von Toledo, die Frau Cosimo I. de‘ Medici, angelegt worden war.

Boboli

Der mit Zitrustöpfen bestandene Isolotto im Giardino di Boboli

Von unserem Hotel aus noch einmal in Richtung Lucca liegt die Villa Torrigiani, deren Garten ebenso wie die einstmals schlichte Renaissance-Fassade im 17. Jahrhundert von ihrem Besitzer nach dem Geschmack des französischen Barock umgestaltet worden war.

Villa Torrigiani

Die Villa Torrigiani mit ihrer barocken Fassade

Nach einem wiederum köstlichen – und typisch toskanischen – Mittagsimbiss wurden wir im Gartenbaubetrieb Oscar Tintori bewirtet. Danach wurde uns die ganze Vielfalt der historischen Zitrussorten präsentiert, die in den Gärten der Medici eine so bedeutende Rolle gespielt hat. Wohl kaum einer der Mitreisenden hatte mit einer solche Sortenvielfalt in dieser Pflanzengruppe gerechnet.

Oscar Tintori

bei Oscar Tintori hängt der Himmel voller Zitronen

Danach führte uns der Weg durch die wunderschöne Landschaft des Chianti in Richtung Siena. Auf dem Weg statteten wir dem Terracotta-Fabrikanten Cotto-Ref einen Besuch ab und ließen uns die Kunst der Herstellung von Terracotta-Kübeln zeigen, bevor wir unser Hotel am Fuße der historischen Festung von Monteriggioni bezogen.

Cotto Ref

die Terracotta-Ausstellung von Cotto Ref in Impruneta

Am nächsten Morgen galt unser Besuch der Villa Chigi in Cetinale. Hier beeindruckte die Reisenden nicht nur die steile Treppe und der grandiose Ausblick von der hoch über dem Garten gelegenen Einsiedelei, sondern auch der perfekt gepflegte Garten, in dem sich Stilelemente italiensicher Renaissancegärten mit solchen aus englischen Gärten des 20. Jahrhunderts auf harmonische Weise mischen.

Villa Chigi

im Garten der Villa Chigi in der Nähe von Siena

Danach besuchten wir Siena mit seinem hufeisenförmigen Hauptplatz, der Piazza del Campo, und dem beeindruckenden Dom.

Siena

Piazza del Campo in Siena

Am nächsten Morgen statteten wir zunächst Monteriggioni einen Besuch ab. Die Festung war einst von den Sienesen zur Verteidigung gegen die Florentiner gebaut worden.

Monteriggioni

Blick auf die Festungsmauern von Monteriggioni

Danach fuhren wir nach Fiesole und hatten von der Villa Medici aus einen grandiosen Blick auf Florenz, genauso wie es der Architekt der Villa, Michelozzi, bereits im 15. Jahrhundert geplant hatte.

Villa Medici Fiesole

Villa Medici in Fiesole mit atemberaubender Lage

Nach einer ausgiebigen Mittagspause und der Gelegenheit, in einem der zahlreichen Restaurants bei schönstem Sonnenschein unter freiem Himmel noch einmal die toskanische Küche zu genießen, ging es mit Zwischenstopp in Verona über München zurück nach Bremen, wohin wir (zumindest für den folgenden Tag) ein wenig toskanischen Sonnenschein mitbrachten.

Weitere Einzelheiten zum Reiseablauf der Reisen finden Sie unter Termine.

Impressionen vom Gartentagesausflug 2015 „Gärten und Musik – Rosenlust und Tulpenwahn“

Am 14. Juni 2015 waren wieder einmal Schloss und Park von Wrisbergholzen Ziel eines Tagesausflugs. Auf dem Weg dorthin machten wir Halt im Garten von Frau Hantelmann, die an diesem Tag zu einem Rosenfest geladen hatte.

Garten Hantelmann

Der blaue Garten

Tatsächlich präsentierten sich ihre Rosen prächtig, und auch der übrige Garten fand viel Zuspruch bei den Mitreisenden.

Buff Beauty

Rosenpracht im Garten Hantelmann

In Wrisbergholzen führte uns Landschaftsplaner Jens Beck durch den Schlosspark und erläuterte uns seine Geschichte. Anschließend durften wir einen Blick in das historische Fliesenzimmer des Schlosses werfen. Die Fliesen sind in der damaligen Fayence-Manufaktur des Schlosses hergestellt worden, die wir uns ebenfalls anschauen konnten. Nach diesem ausgiebigen Besichtigungsprogramm gab es Kaffee und köstlichen Kuchen in der inzwischen restaurierten Orangerie des Schlosses.

Motivfliese Wrisbergholzen

im Fliesenzimmer in Schloss Wrisbergholzen

Einen schönen Abschluss fand diese Tagestour mit einem Konzert des Barockensembles „Les Joyeux“ in der zum Schloss gehörenden Kirche. Das Konzert stand passenderweise unter dem Motto „Tulpenwahn“ und zeichnete musikalisch den Weg der Tulpe vom Orient bis nach Europa nach.

Impressionen vom Gartentagesausflug 2015 „Stauden-Verlockungen in Holland“

In die Provinz Groningen führte der Tagesausflug am 25. Juli.2015. Die Gärten unserer holländischen Nachbarn sind inzwischen für ihre Qualität ebenso bekannt wie die Staudengärtnereien für ihr reichhaltiges Angbot. So war es kein Wunder, dass sich eine recht große Gruppe Interessierter zusammengefunden hatte, um sich in Holland Inspirationen zu holen.

Zunächst stand der Garten des Ehepaares de Winter auf dem Programm. Hier beeindruckte vor allem die große Zahl an prächtigen Kübelpflanzen wie Fuchsien, Thundbergia, Melianthus und viele andere. Im zweiten Teil des Gartens gab es üppige Staudenpflanzungen mit farblich sehr harmonischen Kombinationen um einen eingesenkten Teich zu sehen.

 Tuin de Winter

Fuchsienparade im Tuin de Winter

Unsere Mittagspause machten wir dann in der Gärtnerei De kleine Plantage. Hier gab uns Eric Spruit eine kleine Einführung in die Philosophie der Gärtnerei und erklärte uns den wunderbar gestalteten Garten, in dem er und seine Frau, Fleur, zeigen, wie man die Stauden ihres Sortimentes im Garten vorteilhaft verwenden kann. Wen konnte es da noch verwundern, dass sich die meisten der Mitreisenden vom reichhaltigen Sortiment verlocken ließen und etliche Stauden für den eigenen Garten kauften?

De kleine Plantage

Staudenpflanzung im Garten der kleinen Plantage

Den Abschluss unseres Ausflugs machte schließlich De Tuinerie. Hier hat Gartengestalterin Alie Stoffers auf nur 1200 qm einen vor Farben und Formen nur so strotzenden Garten gestaltet. In den einzelnen durch Hecken aufgeteilten Gartenräumen waren Rabatten zu den unterschiedlichsten Themen zu bestaunen, wobei die Kombinationen offenbar von der sicheren Hand einer Expertin stammen. Besonders reizend war der kleine formale Küchengarten am Ende des Gartens mit seinen Spalieren und den farblich abgestimmten Beetgevierten.

De Tuinerie

Staudenrabatte in Rosa- und Rottönen in der Tuinerie

Impressionen von der Gartenreise 2015 in die westliche Normandie und auf die Kanalinseln

Anfang Juli fand meine erste Gartenreise in 2015 statt. Ziele waren wegen der großen Nachfrage im vergangenen Jahr noch einmal die westliche Normandie und die Kanalinseln Guernsey und Sark.

Auf dem Weg dorthin machten wir einen ersten Gartenbesuch in der Nähe von Apeldoorn im Verborgen Tuin von Bert Loman. Hier überzeugte nicht nur die geschickte Aufteilung des Gartens, die ihn insgesamt viel größer erscheinen ließ, als er in Wirklichkeit ist, sondern es faszinierten vor allem die Objekte, die der gelernte Dekorateur aus verschiedensten Naturmaterialien anfertigt. Dabei erscheinen Samen, Blüten- und Fruchtstände, Rindenstücke und Federn in einem ganz neuen Licht.

Verborgen Tuin

Verborgen Tuin

Am nächsten Tag besuchten wir etwas westlich von Rouen das Château de Boutemont, ein Renaissance-Schloss aus dem 16. Jahrhundert. Es liegt inmitten eines formal gestalteten Gartens, der Anfang des 20. Jahrhunderts angelegt und seitdem kontinuierlich weiter entwickelt wurde, wobei Gebäude und Gartenanlage eine harmonische Einheit bilden.

Chateau de Boutemont

der Garten des Château de Boutemont

Am Abend erreichten wir Granville an der Westküste der Normandie. Vom Frühstücksraum unseres Hotels aus hatten wir einen wunderbaren Blick auf das Meer.

Blick auf das Meer vom Hotel

Frühstück mit Meerblick

Der folgende Tag führte uns in die Region um die historische Stadt Bayeux. Hier besuchten wir zunächst den Jardin de Castillon-Plantbessin. Diesen Garten als Schaugarten einer Baumschule und Gärtnerei zu bezeichnen, weckt vollkommen falsche Vorstellungen, denn die Anlage ist überraschend persönlich gestaltet, und die Verwendung der Pflanzen zeugt vom Geschick und den Kenntnissen der Besitzerin, Mme Sainte-Bevue.

Italienischer Garten Castillon Plantbessin

Die große Staudenrabatte des Jardin Castillon Plantbessin

Nach diesem Gartenbesuch stand erst einmal eine ausgiebige Mittagspause in der historischen Altstadt von Bayeux mit dem restaurierten Gerberviertel auf dem Programm. Hier war ausreichend Zeit, durch die Straßen der Altstadt zu bummeln und z. B. eine Gallette mit einem Glas Cidre zu genießen oder den fast 1000 Jahre alten Teppich von Bayeux anzuschauen.

Bayeux

Das Gerberviertel von Bayeux

Danach sorgte der zweite Garten an diesem Tag für einen anregenden Kontrast. Die Anlage rund um das Château de Brécy aus dem 17. Jahrhundert ist perfekt gepflegt und verweist in ihrer Formsprache noch auf die Renaissance.

Chateau de Brecy

Der terrassierte Garten des Château de Brécy

Auf dem Weg zum Fährhafen St. Malo stand am nächsten Tag der Besuch der Ferme des Aulnays auf dem Programm. Auf diesem biologisch wirtschaftenden Hof machen Annie et Jérôme Legoff aus der Milch ihrer Jersey-Kühe köstlichen Camembert.

Jerseys Ferme des Aulnays

Die Jersey-Kühe der Ferme des Aulnays

Bevor wir uns von dem sympathischen Ehepaar verabschiedeten, um uns nach Guernsey einzuschiffen, deckten wir uns noch mit einem Karton Camemberts und einigen Flaschen Cidre für ein Picknick an Bord ein.

Camembert Ferme des Aulnays

Camembert im Reiferaum der Ferme des Aulnays

In St. Peter Port auf Guernsey angekommen, ging es über die engen Straßen der malerischen Insel zu Jennifer Monachan und ihrem Garten La Petite Vallée. Die enthusiastische Gärtnerin führte uns durch ihr üppiges Reich mit seiner subtropisch anmutenden Vegetation.

Petite Vallee

Subtropische Gewächse in La Petite Vallée

Am Abend erreichten wir unser Hotel am Icart Point, nur wenige Schritte vom Küstenwanderweg entfernt, mit einem herrlichem Blick auf die Steilküste Guernseys.

Guernsey Steilkueste

Blick auf die Südküste von Guernsey

Am nächsten Tag stand ein Tagesausflug auf die Nachbarinsel Sark auf dem Programm. Hier war der Garten des Seigneur von Sark unser Ziel. Der ummauerte ehemalige Küchengarten war ein einziger Farbrausch. Vieles, was bei uns nur als Kübel- oder Zimmerpflanze gedeiht, sprießt hier üppig im Schutz der Mauern.

La Seigneurie Sark

La Seigneurie auf Sark

Nach dem Gartenbesuch erkundeten wir die Insel mit der Pferdekutsche, dem einzigen Transportmittel außer den Traktoren.

Kutschfahrt Sark

Kutschfahrt auf Sark

Geradezu dschungelhaft präsentierte sich am nächsten Tag der Garten Mille Fleurs ganz im Westen der Insel. Wegen des milden Klimas gedeihen hier selbst Baumfarne und andere Pflanzen von der Südhalbkugel.

Mille Fleurs

Baumfarne in Mille Fleurs

Von hier aus machten wir uns zu James Meller auf, dem einzigen Cider-Produzenten der Insel. Hier wurden wir nicht nur aufs Köstlichste bewirtet (ein herzlicher Dank an seine Frau Emma!), sondern wir schauten uns auch seine Apfelplantagen an, die den Grundstoff für seinen Rocquette-Cider liefern.

Picknick bei Rocquette Cider

Picknick bei Rocquette Cider

Während ein Teil der Reisegruppe das Wohnhaus von Victor Hugo in St. Peter Port besuchte, schauten sich die übrigen Mitreisenden in der kleinen Hafenstadt um. Wir beschlossen den Tag mit dem Besuch des mitten in der Stadt gelegenen Gartens Grange Court. Zum Abschluss lud uns Gartenbesitzer und Hausherr Pat Johnson hier zu einem Apéritif als Einstimmung auf den Abend ein.

Grange Court

Grange Court

Am nächsten Vormittag gab es noch einmal Zeit für einen ausgiebigen Stadtbummel in St. Peter Port, bevor uns das Schiff zurück in die Normandie brachte. In der Stadt fielen vor allem die fast an jedem Gebäude angebrachten prächtigen Sommerblumenarrangements in Hanging Baskets und Pflanztrögen auf.

Blumenschmuck St. Peter Port

Blumenschmuck in St. Peter Port

Den Abend genossen wir bei herrlichstem Sonnenschein in der alten Korsarenstadt St. Malo.

Auf dem Rückweg durch die Normandie machten wir wieder einen Abstecher zum Jardin Plume. Dieser zeitgenössische Garten hatte bereits auf der ersten Normandiereise auf dem Reiseplan gestanden, und alle, die ihn 2013 bereits gesehen hatten, waren gespannt, wie dieser Garten zu einer anderen Jahreszeit wirken würde. Die Mitreisenden wurden nicht enttäuscht, zeigte sich der Garten mit seinen Gräsern und Hochstauden doch in seiner ganzen sommerlichen Pracht.

Jardin-Plume

hochsommerliche Stimmung im Jardin Plume

Nach einer letzten Übernachtung in Lille ging es am folgenden Tag endgültig nach Hause zurück. Ein letzter Gartenbesuch galt De Dijkgard in den Niederlanden, wo uns Besitzerin Joke Vos mit einem köstlichen Lunch bewirtete. De Dijkgard wurde von seinen Besitzern, dem Ehepaar Vos, über die letzten 20 Jahre zu einer harmonsichen Anlage aus überraschend unterschiedlich gestalteten Gartenräumen entwickelt.

De Dijkgard

Staudenrabatte in De Dijkgard