Garten-Tagesfahrten 2018

Was gibt für Gartenliebhaber Schöneres, als in anderen Gärten zu Besuch zu sein, sich inspirieren zu lassen, zu genießen und zu fachsimpeln? Für den Sommer 2018 biete ich daher wieder drei Garten-Tagesausflüge in die nähere und weitere Umgebung Bremens an.

Am 24. Juni werden wir uns das erste Mal aufmachen und uns Gärten südlich von Bremen ansehen. Die drei Privatgärten, die auf dem Programm stehen, interpretieren das Thema „ländlicher Garten“ jeder auf seine ganz eigene Weise.

Am 14. Juli machen wir uns in Richtung Niederelbe auf. Hier sind zwei sehr individuelle Gärten und die Spezialitätengärtnerei Variegataplants Ziel unseres Ausfluges. Abschließen werden wir den Tag mit dem Besuch eines ländlichen Hofcafé, das nicht nur hausgemachten Kuchen, sondern auch einen ausgesprochen schönen Garten zu bieten hat.

Einen Monat später, am 4. August, werden drei holländische Gärten südlich von Groningen Ziel unserer Fahrt sein. Wer schon einmal mit auf Gartenfahrt war, weiß, dass die holländischen Gärten sehr inspirierend und so erfrischend anders sind als die hiesigen.

Weitere Informationen zum Ablauf der Fahrten sowie ein Anmeldeformular finden Sie hier.

Die ersten Lämmer sind da

Exakt auf den Frühlingsbeginn (welcher Frühling mag man sich allerdings angesichts der starken Nachtrfröste fargen) fällt in diesem Jahr der Beginn der Lammzeit. Lotti nimmt ihre Aufgabe als Leitschaf offenbar wirklich ernst: sie ist nicht nur beim Anführen der Herde die Erste, sondern in diesem Jahr auch beim Lammen. Am 20.03. liegt ein winziges Bocklämmchen von ihr im Stroh vor dem Unterstand.

Wie so oft in der Lammzeit sind Freud‘ und Leid allerdings nicht weit voneinander entfernt: wie ich feststellen muss, gibt es ein noch kleineres Geschwister zu diesem Lamm, das leider tot geboren wurde.

Am Nachmittag genießen dann Mutter und Tochter zusammen auf der Weide bereits die Frühlingssonne.

In den nächsten Tagen folgen weitere Lämmer dan Schlag auf Schlag, und jetztz verlaufen die Geburten probblemlos:

Ella und ihre beiden Lämmer

Amelie lammt zum ersten Mal: zwei winzige Lämmer, die dank ihrer rührenden Fürsorge jedoch gut gedeihen.

Elises Lamm steht keine zehn Minuten nach der Geburt bereits neben ihr.

Alma bekommt zwei echte Osterlämmer.

Warten auf die Lämmer

Nun dauert es nicht mehr lang, bis die ersten Lämmer kommen. Um den 20. März herum ist es so weit. Man sieht es den Schafen schon an, dass die Lammzeit nicht mehr fern ist. Besonders Maja hat einen gewaltigen Bauch und bewegt sich schon etwas schwerfällig.

Sie ist auch als eine der ersten dran. wie in jedem Jahr ist es wieder spannend, was die Lammzeit so bringen wird. Unterstützung werde ich in diesem Jahr von Laurent aus Grenoble bekommen, der zumindest zu Beginn der Lammzeit als Wwoofer hier sein wird. Bereits im letzten Jahr hat er mir mehrfach bei den Schafen und auch sonst auf dem Hof geholfen und mich während einer meiner Gartenreisen sogar beim Melken vertreten.

Die Arbeit mit den Schafen hat Laurent so inspiriert, dass er im Sommer eine Aktivreise zu Schäfern nach Südfrankreich begleiten wird. Wer also Lust auf die Welt der Schafe und der Wolle hat, findet hier alle Einzelheiten zu dieser Reise.

Der Wolf hat sich in diesem Winter bislang zum Glück nicht in Bülstedt blicken lassen, anders als im letzten Jahr, als es immer wieder Wolfssichtungen im Umkreis des Dorfes gab. Da ich wohl nicht damit rechnen kann, dass meine Schafe so mutig sind, wie das Schaf  in dem Youtube-Beitrag hier (oder so unerfahren, wie der Wolf in dem Film), bin ich ganz froh darüber. Das Mutterschaf mit seinen beiden Lämmern, das hier in Norwegen einen Wolf in die Flucht schlägt, entspricht mit seinem Verhalten offenbar so gar nicht dem Beuteschema des Wolfes, so dass dieser völlig verunsichert das Weite sucht.

Schließlich möchte ich alle, die diesen Beitrag lesen, darum bitten, eine Petition  zu unterschreiben, mit der die deutschen Schafhalter die Bundesregierung auffordern, die Weidetierprämie einzuführen, um die Schafhaltung zu unterstützen. Diese Prämie wird in 22 anderen EU-Ländern gezahlt – nur Deutschland weigert sich, seinen Schäfern diese Unterstützung zu gewähren. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, werden zahlreiche Schäferinnen und Schäfer am 13. März vor dem Landwirtschaftsministerium in Berlin zusammen mit einer Schafherde demonstrieren.

Weitere Einzeheiten über die Weidetierprämie gibt es hier nachzulesen und die Möglichkeit, die Petition zu unterschreiben hier.

Der Neue im Einsatz

In diesem Herbst habe ich auf der Bundesschau Pommersche Landschafe in Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Zuchtbock gekauft. Benno stammt aus Brandenburg von der Schafgut GbR und gefiel mir sowohl von seinem Körperbau als auch von seiner blaugrauen Wolle her sehr gut, zumal diese überhaupt keine Vrbräunung zeigte. Offenbar teilten auch die Preisrichter meinen Geschmack und bewerteten ihn als den besten Bock in seiner Altersklasse.Rangierung Benno

Benno auf der Bundesschau mit Züchter Norman Utke

Zu Haus angekommen, fand erst einmal eine die Kontaktaufnahme mit seiner neuen Herde statt.

Ausschnitt IMG_0038Benno in seinem neuen Harem

Inzwischen hat „der Neue“ seine Arbeit getan, und alle Mutterschafe sind tragend. Nun bin ich gespannt, ob er seine positiven Eigenschaften an seine Nachzucht vererbt. Ab dem 20 März ist es so weit: dann erwarte ich die ersten Lämmer.

Gartenreisen 2018

Für 2018 plane ich bislang zwei Gartenreisen in das europäische Ausland. Vom 18. bis zum 25. Mai wird es zunächst nach Südwest-Frankreich an die Dordogne gehen. Das Périgord in der alten Provinz Aquitanien ist vor allem für sein reiches historisches Erbe, die hoch über dem Fluss Dordogne thronenden Burgen, seine feine Küche und das milde Klima bekannt. Doch gibt es hier auch eine Reihe beeindruckender Gärten, die unbedingt einen Besuch lohnen. Eine ausführliche Beschreibung und weitere Einzelheiten zu dieser Reise finden Sie hier.

Auf vielfachen Wunsch habe ich für Anfang Juli (1. – 7. 7.) eine Gartenreise nach Sussex und Kent im Südosten Englands geplant. Wir begeben uns auf dieser Reise auf die Spuren von Vita Sackville-West und suchen die Stationen ihres Weges als Gärtnerin auf. Wir schauen uns an, welche Bedeutung und Wirkung die Gärtnerfreundschaft zwischen Beth Chatto und Christopher Lloyd in ihren jeweiligen Gärten hatte. Und schließlich überzeugen wir uns davon, welches gärtnerische Erbe diese berühmten Menschen mit dem grünen Daumen hinterlassen haben, indem wir uns einige zeitgenössische Gärten in einer der lieblichsten Landschaften Englands anschauen. Einzelheiten zu dieser Reise finden Sie hier.

Mitte August (16.8. – 19.8.) tauchen wir im Dessau-Wörlitzer Gartenreich in die Geschichte der Entstehung des Landschaftsgartens in Deutschland ein und damit in eine der spannendsten Epochen der Gartengeschichte.
Am liebsten wäre der Fürst Franz zu Anhalt-Dessau Ende des 18. Jahrhunderts nach England ausgewandert. Da er das nicht konnte, machte er seinen Traum von England wahr und verwandelte stattdessen sein kleines Fürstentum in einen Landschaftsgarten nach englischem Vorbild. Neben Gärten aus drei unterschiedlichen Stilepochen stehen einige zeitgenössische private Gärten auf dem Programm dieser Reise sowie ein Besuch des Bauhauses zu Dessau. Alle Einzelheiten zu dieser Reise finden Sie hier.

Das Land, wo die Zitronen blühen…

Viel Regen und wenig Sonne im Sommer, Frost im Frühling zur Obstblüte: so mager wie in diesem Jahr, ist die Obsternte auf meinen Wiesen schon lange nicht mehr ausgefallen. Nur wenige Sorten trugen überhaupt Früchte, meist die, die spät geblüht haben und dem Frühjahrsfrost „entwischt“ sind. Auf vielen Bäumen waren so wenige Früchte, dass es kaum lohnte, eine Leiter an die Bäume zu stellen. Wie gut, dass es von den letzten beiden üppigen Jahren noch reichlich Apfelsaft im Keller gibt.

Einen reichlichen Fruchtansatz hatte die Mispel im Garten. Da nur wenig andere Früchte zu verarbeiten sind, wird es in diesem Jahr also wieder einmal Mispel-Marmelade geben. Wegen der großen Kerne ist es zwar nicht ganz einfach, diese nicht sehr bekannten Früchte zu verarbeiten, und von der Farbe her sieht die Marmelade nicht besonders attraktiv aus. Der delikate, Marzipan ähnliche Geschmack lässt die Mühe aber schnell vergessen.

Mispelernte

Zunächst einmal ist aber Geduld gefragt. Nicht umsonst heißt es in England: „Medlars need time and straw“, also: „Misplen brauchen Zeit und Stroh“, denn die bei der Ernte noch harten Mispelfrüchte müssen erst einmal nachreifen, bis sie weich und teigig sind („half-rotten“, wie es so schön in einem englischen Gartenbuch heißt) und zu Kompott oder Marmelade verarbeitet werden können.

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Neben der Mispel war eine meiner Zitronen im Kübel in diesem Jahr mein ertragreichster Obstbaum. Beim Einräumen in das Winterquartier konnte ich von dem kleinen Hochstämmchen ganze 9 Zitronen mit einem Gesamtgewicht von gut 2 kg ernten. Mal sehen, welche Köstlichkeiten sich daraus bereiten lassen. Zusammen mit dem ebenfalls reichlich vorhandenen Knollenfenchel im Gemüsegarten vielleicht ein pikanter italienischer Salat, für den ich das Rezept folgen lasse.

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Fenchelsalat mit Zitrone

2 Fenchelknollen
1 Zitrone
20g grüne Oliven
1 in Öl eingelegte Sardelle
Olivenöl
1 kleine Knoblauchzehe
Salz, schwarzer Pfeffer, Kerbel oder Petersilie

In einem Mixer werden die Sardelle, die Knoblauchzehe, 2 Esslöffel Olivenöl, etwas frisch gemörserter oder gemahlener schwarzer Pfeffer sowie eine kleine Handvoll Kerbel oder Pertersilie zu einer homogenen Sauce verarbeitet.

Der Fenchel, von dem der harte „Kern“ entfernt wurde, und die Zitrone werden in hauchdünne Scheiben gehobelt oder geschnitten und mit der Sauce und den geviertelten Oliven vermischt.

Das Ganze wird wenn nötig nachgesalzen und mit etwas Fenchelgrün dekoriert.

Zitronenernte

 

 

Finale im Präriegarten

Am 20. August 2017 ging es für diese Saison zum letzten Mal auf einen Garten-Tagesausflug. Wieder einmal war die Provinz Groningen mit ihren zahlreichen interessanten Gärten Ziel dieser Fahrt. Die Wettervorhersage war nicht sehr verheißungsvoll, und so waren alle Mitreisende gut mit Schirm und festem Schuhwerk ausgerüstet.

Garten Meins

Unseren ersten Garten steuerten wird auf dem Weg Richtung Holland bei Rastede an. Rund um ein Kötnerhaus aus dem 18. Jahrhundert hat das Ehepaar Meins hier einen stimmungsvollen Garten angelegt. Die Gartenräume auf dem von alten Bäumen umstandenen Grundstück sind weniger wegen ihrer Pflanzenfülle oder -vielfalt so überzeugend als vielmehr aufgrund des guten Gefühls der Gartenbesitzer für die richtigen Proportionen und gute Kombinationen sowie dank ihres sicheren Geschmacks, was die sparsam platzierten Kunstwerke betrifft. Besonders stimmungsvoll ist der kleine Wassergarten hinter dem Gartenhaus mit der beinahe orientalisch anmutenden kleinen in ein Wasserbecken mündenden Rinne.

Garten Meins Wassergarten

Hatten wir das Glück gehabt, unseren ersten Gatren trocken genießen zu dürfen, so öffnete der Himmel auf dem Weg zum Garten des Ehepaars Bokma im holländischen Scheemda alle Schleusen. Unsere Hoffnung, den zweiten Garten nach den Schauern trocken besichtigen zu können, wurde allerdings nicht ganz erfüllt, denn kaum waren wir aus dem Bus gestiegen, als ein weiterer heftiger Schauer auf uns niederging. Doch nach einer Vietrelstunde heftigen Regens hatten wir tatsächlich das Glück, dass die Sonner hervorkam und die mit sicherer Hand zusmammengestellten Staudenrabatten des Eexterhofes ins rechte Licht rückte.

Rote Rabatte De Eexterhof

In diesem Garten waren es vor allem die Pflanzenvielfalt und -kombinationen, die den Garten so interessant machten. Doch auch die Giederung des Grundstücks und die Betonung der Niveauunterschiede waren von Watze Bokma sehr geschickt ausgeführt worden.

Echinacea-Vielfalt

Nicht weit entfernt lag mit dem Tuingoed Foltz das dritte Ziel unserer Fahrt. Hier waren wir nicht allein, denn Bob Foltz und Andries Bierling hatten an diesem Wochenende zu den „Echinacea- und Präriegartentagen“ eingeladen, so dass außer uns viele weitere Besucher da waren. Das große Angebot der gut sortierten Staudengärtnerei führte so manchen der Mitreisenden in Versuchung, so dass sie die Gepäckräume des Busses schnell mit Tüten voller Stauden füllten. Aber auch die Schaugärten, in denen gezeigt wird, welche Kombinationsmöglichkeiten es für die angebotenen Stauden gibt, lohnten den Besuch.

Praeriegarten Tuingoed Foltz

Auch hier hatte der Himmel ein Einsehen mit uns, so dass wir die weitläufige Anlage nicht nur trocken, sondern sogar mit einigen Sonnenstrahlen besichtigen konnten. Erst auf dem Rückweg goss es dann wieder kräftig, was uns nach diesem ausgefüllten Tag aber herzlich wenig stören konnte.

Gartenreise nach Mecklenburg, Vorpommern und Rügen

Anfang August 2017 begab sich eine Gruppe Garten- und Reiselustiger auf die Spuren Elisabeths von Arnim. Ziel der viertägigen Reise waren Gärten in Mecklenburg, Vorpommern und auf Rügen.k-IMG_5062

Als erstes steuerten wir die Schaalsee-Region an. Formschnitt war das Thema im Garten des Ehepaares Sokolowski, den die beiden rund um die Nebengebäude eines ehemaligen Gutshauses angelegt hatten. Frau Sokolowski entschuldigte sich für den Zustand des Gartens, der durch den vielen Regen in diesem Sommer bedingt war. Gleichwohl waren die Mitreisenden durch die vielen exakt geschnittenen Eibenfiguren zutiefst beeindruckt, und die Fotos, die vor der Instandsetzung der Gebäude und der Gestaltung des Gartens aufgenommen worden waren, machten das ganze Ausmaß der Arbeit deutlich, die in dem Projekt steckte.k-IMG_4997

In „Haus Botanica“ erwartete uns nicht nur ein Garten voller seltener Gehölze, sondern wir wurden auch durch jede Menge Durch- und Ausblicke in diesem in viele Räume aufgeteilten Garten überrascht. Die verlockende Auswahl selbstgebackener Torten, die Frau Wilken auch noch liebevoll verziert hatte, trug ihren Teil dazu bei, dass sich die Reisegruppe ausgesprochen wohl fühlte in diesem sehr individuellen Garten.k-IMG_5012

Jana Kohlschmidt hatte uns bereits im Vorfeld gewarnt, dass ihr Garten nach dem vielen Regen in diesem Jahr besonders feucht sein würde. Dennoch boten sich uns bei ihr am nächsten Morgen eine große Blütenpracht und viele interessante Pflanzenkombinationen. Von den selbst vermehrten Stauden in der kleinen Gärtnerei fand so manche ein neues Zuhause im Garten einer Mitreisenden.k-IMG_5025

Das Ehepaar Reich betreibt in der Nähe von Bad Doberan auf einem historischen Fachwerkhof eine Töpferei und pflegt einen traditionellen Bauerngarten, der zur Selbstversorgung dient. Die beiden führten uns nicht nur durch den Garten, sondern zeigten uns auch den Holz befeuerten Brennofen, in dem auf traditionelle Weise salzglasiertes Steingut hergestellt wird.k-IMG_5040

Am Nachmittag statteten wir dem Pfarrgarten in Starkow einen Besuch ab. Hier bekamen wir eine kurzweilige und ausgesprochen informative Führung von Herrn Dr. Albrecht, der uns die Geschichte des Pfarrgartens nahe brachte, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Es ist schon beachtlich, was hier nur durch ehrenamtliches Engagement für ein Garten entstanden ist.k-IMG_5070

Am folgenden Tag machten wir einen Ausflug nach Rügen, wo wir zunächst dem Schlosspark von Putbus einen Besuch abstatteten. Der Park von Fürst Malte zu Putbus war quasi die Keimzelle der kleinen klassizistischen Stadt mit ihrem runden Platz, dem Cirkus, der architektonisch eine Besonderheit darstellt.k-IMG_5077

Von Putbus aus ging es ganz in den Südosten der Insel auf die Halbinsel Mönchgut nach Groß Zicker. In dem kleinen ehemaligen Fischerdorf statteten wir dem Pfarrwitwenhaus mit seinem heiteren Sommerblumengarten einen Kurzbesuch ab, bevor wir uns mit Blick auf die Trockenrasen der „Zickerschen Berge“ in einem Restaurant stärkten.k-IMG_5085

Am Nachmittag suchten wir den Gutspark von Klein Kubbelkow auf. Hier hatten die Besitzer des heute als Hotel und Restaurant betriebenen Gutshauses vom Anfang des 20. Jahrhunderts liebevoll für uns die Kaffeetafel im Freien gedeckt, bevor wir den Gutspark mit seinem imposanten Baumbestand erkundeten.k-IMG_5106

Unser vierter Tag, an dem wir die Rückreise antraten, stand wieder ganz im Zeichen der Stauden. Im Garten von Bea Schöttke-Penke und ihrem Mann Dietmar konnten wir nicht nur üppige Staudenkombinationen bewundern, sondern uns auch mit einem liebevoll vorbereiteten Mittagsimbiss stärken.k-IMG_5141

Von hier aus ging es zur Staudengärtnerei von Sylvia Göbel. Angesichst der Fülle interessanter Stauden, die sich alle im norddeutschen Klima bewährt hatten, und der Präsentation in gekonnt kombinierten Staudenrabatten wurden etliche der Mitreisenden noch einmal schwach, und der Bus füllte sich mit Tüten und Kartons voller Pflanzentöpfe.k-IMG_5152

Bevor es nun endgültig wieder zurück nach Hause ging, machten wir noch eine Stippvisite im Kräutergarten neben der Klosterkirche in Rehna, wo sich Heil, Duft- und Bibelpflanzen in hochsommerlicher Fülle präsentierten.k-IMG_5155

Die Fahrtzeit wurde durch das Vorlesen aus zwei Büchern von Elisabth von Arnim verkürzt, die darin nicht nur die Anlage eines Gutsgartens in Pommern Ende des 19. Jahrhunderts beschreibt, sondern auch eine Reise mit der Kutsche nach Rügen – und das alles auf ausgesprochen unterhaltsame Weise.

Steine, Bienen und grüne Daumen

Am 23. Juli 2017 fand meine zweite Garten-Tagesfahrt statt. Ziel waren diesmal drei ausgesprochen kontrastreiche private Gärten in der näheren Umgebung Bremens.

Den Anfang machte der Garten Hinse in Wittorf. Wir hatten Glück mit dem Wetter, denn der Regen hörte auf, kurz bevor wir Wittorf erreichten. Dort wurden wir von Herrn und Frau HInse freundlich empfangen und durch den großzügigen, staudenreichen Garten geführt, der immer wieder schöne Ausblicke über die Getreidefelder der Umgebung bot.

Hinse Skulptur

Frau Hinse beantwortete geduldig alle Fragen zu ihren Bienen, und wir wurden auf Köstlichste mit Honigbrot, Kaffee, Tee und Gebäck bewirtet.

Hinse Pavillon

Unser zweites Ziel war der Garten von René Schönfeld in Söhlingen. Beim Betreten des Garten meinte man, in eine gänzlich andere, ein wenig verzauberte Welt einzutreten. René Schönfelds Garten ist ein wahrer Steingarten, ist doch bearbeiteter Stein in diesem Garten omnipräsent.

Schönfeld ingang

Dabei haben Besucher an keiner Stelle das Gefühl, dass die Tröge, Mühlsteine, Steinsockel und anderen Elemente willkürlich verteilt sind, sondern alles ist wohlüberlegt postioniert und darüber hinaus sehr einfühlsam mit Pflanzen kombiniert. Der kleine Trödelladen, das Steinlager und der Pflanzenverkauf stellten für einige Mitreisende eine enorme Versuchung dar, der sie nicht widerstehen konnten.

Garten Schönfeld

Als dritten Garten besuchten wir schließlich das Reich von Ruth und Uli Alt in Stapel. Das Wetter mit Sonnenschein und einem leichten Lüftchen bei angenehmen Temperaturen meinte inzwischen richtig gut mit uns. Das waren die idealen Voraussetzungen, um diesen vielgestaltigen Garten mit seiner entspannenden Atmosphäre und den beeindruckenden Ausmaßen so richtig genießen zu können.

Alt Blick aufs Haus

Das wurde uns durch die Bewirtung mit Kaffee, Tee und Kuchen sowie erfrischenden Kaltgetränken besonders leicht gemacht, zumal zahlreiche Sitzplätze, die im Garten verteilt sind , zum Genießen mit allen Sinnen einluden. Besonders beeindruckend in diesem Garten ist, wie intensiv gestaltete Rabatten mit naturhaften Partien abwechseln.

Alt Blick auf Teich

Auf diese Weise hat das Auge immer wieder die Gelegenheit, sich zu erholen und sich auf den nächsten visuellen Eindruck vorzubereiten. Auch Ruth bot kleine Ableger und Sämlinge ihrer Pflanzenschätze an, wovon die Mitreisenden gern Gebrauch machten.

Voll der Eindrücke kehrten wir nach Bremen zurück, und allen Mitreisenden ist deutlich geworden, dass das Gute und Schöne manchmal sehr nah liegt.

 

Volle Wolle in Bülstedt

Am 15. Juli drehte sich auf meinem Hof wieder einmal (fast) alles um die Wolle.

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Robert von Stärk aus Rostock

Bereits zum 21. Mal trafen sich die niedersächsischen Züchter des Rauwolligen Pommerschen Landschafs, um den aktuellen Lämmerjahrgang ihrer Schafe bewerten und ins Herdbuch aufnehmen zu lassen.

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die gutgelaunten Bewerter

Über 80 Tiere aus 10 verschiedenen Zuchtbetrieben waren an diesem Tag zusammengekommen, um sich den kritischen Augen der Körkommission stellen.

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ein weniger gut gelaunter Bewerteter

Matthias Brockob, Zuchtleiter des Landesschafzuchtverbandes Niedersachsen, und Robert von Stärk, ehemaliger Zuchtleiter Pommerscher Landschafe in Mecklenburg-Vorpommern, bewerteten gut gelaunt die Tiere und erläuterten die Besonderheiten dieser sehr alten Schafrasse.

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kritisches Publikum

Das war nicht nur für die Züchter, sondern auch für die zahlreichen Besucher ausgesprochen interessant, konnten sie doch viel über die besondere Qualität der Pommernwolle erfahren, über korrekte Fundamente (Gliedmaßen) und weitere Kriterien, die bei der Schafbewertung eine Rolle spielen.

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nichts geht ohne Protokoll

In der Mittagspause ließen sich Schafzüchter und Besucher die Schafbratwürstchen vom Grill schmecken.

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Andrang am Grill

Bei dieser Gelegenheit konnten sich alle auch gleich von der Qualität der Wolle Pommerscher Landschafe überzeugen: das junge Start-Up Unternehmen „Nordwolle“ war mit Funktionskleidung aus der Wolle „Grauwoller“ angereist und konnte etliche der Besucher davon überzeugen, dass es sich dabei um einen ganz besonderen Stoff handelt.

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Fachgespräche am Rande

Für die Züchter ist es eine gute Sache, dass Sie sicher sein könne, dass ihnen die Wolle ihrer Schafe zu einem fairen Preis abgenommen und zu hochwertigwen Textilien verarbeitet wird.

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Rutschpartie auf der Körbrücke

Nach dieser Stärkung konnte es mit dem Rangieren der Tiere weitergehen. Einen schönen Erfolg hatte Jungzüchter Nils Subthut aus Barnstedt (Dörverden), der mit zwei seiner weiblichen Lämmer den ersten und zweiten Platz belegte, gefolgt von einem Lamm von Jens Rummel aus Achim.

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Rangierung der weiblichen Lämmer

Bei den Bocklämmern gingen die ersten drei Plätze an Wiebke Knoop aus Lilienthal, Jana und Ralf Bendig aus Burweg und Norbert Gloor aus Hoyerhagen. Bei den Jährlingsschafen belegte Vera Knippenberg aus Cappel die ersten drei Plätze. Den besten Järhlingsbock hatte Christoph Höller aus Rinteln. Auf den zweiten Platz kam mein Jährlingsbock und auf den dritten ein Bock aus der Zucht von Wiebke Knoop.

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Rangierung der Bocklämmer

Im Anschluss an die Veranstaltung fanden sich die Züchter an einer langen Kaffeetafel ein, um züchterische Fragen zu besprechen, Urkunden  für die prämierten Tiere des Vorjahres entgegenzunehmen und die Veranstaltung in geselliger Runde ausklingen zu lassen.

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Züchter-Kaffeetafel

Im nächsten Jahr wird die Herdbuchaufnahme und Körung der Pommerschen Landschafe in Niedersachsen – wie gewohnt am dritten Juli-Samstag – bei Nils Subthut in Barnstedt stattfinden.

Im Nachklapp erschienen einige schöne Presseberichte zu der Veranstaltung wie z. B. in der Wümme-Zeitung und in der Zevener Zeitung (diesen Bericht finden Sie in mehreren Teilen hier: Teil 1, Teil 2, Foto)