19. Gartenlesung: Erlesene Blütensträucher

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, und im Garten ist schon Vieles verblüht. Auch wenn wir uns in den nächsten Wochen noch an den Herbstblühern wie Astern erfreuen werden können, gibt es um diese Jahreszeit doch meist eine „Blühlücke“ in den Rabatten.


Bartblume – Caryopteris

Aus diesem Anlass hat Vita Sackville-West, Gärtnerin und Schriftstellerin, die in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zusammen mit ihrem Mann, Harold Nicolson, einen der berühmtesten Gärten Englands angelegt hat, sich in Ihrer Observer-Kolumne mit dem Thema spätsommerblühende Gehölze befasst und einige Anregungen zusammengetragen.

Die Passage, die ich vorlese, ist dem Buch „Aus meinem Garten“ entnommen, das als Ulstein-Taschenbuch erschienen ist.

Viel Freude beim Zuhören

 

18. Gartenlesung: Schöne Waffe gegen Schnecken

In meiner aktuellen Gartenlesung geht es um die Kermesbeere, Phytolacca acinosa, aus der sich laut Gartenbuch-Autor Jürgen Dahl möglicherweise ein Mittel gegen Schnecken gewinnen lässt.


Kermesbeere (Phytolacca acinosa)

Wer dazu mehr erfahren möchte, kann sich die Lesung hier anhören.

17. Gartenlesung: Äpfel

Nach den Birnen in der vergangenen Woche sind diesmal nun die Äpfel dran. Bei der Suche nach einem passendenText zu diesem Thema bin ich wieder bei Johannes Roth in seiner ‚Gartenlust‘ fündig geworden. Das Kapitel, das ich vorlese heißt ‚Solche und andere Äpfel‘.


Goldparmäne

Tatsächlich reifen in diesem heißen Sommer viele Sorten auf meiner Obstwiese früher als gewohnt. Den Gravensteiner musste ich bereits pflücken ebenso wie den Moringer Rosenapfel, den Sommerprinzen, Langtons Sondergleichen und Martens Sämling. Auch andere Sorten, die sonst im September geerntet werden, folgen bald. Die heißen Tage sorgen allerdings nicht nur dafür, dass das Obst schneller reift, sondern haben leider auch zur Folge, dass die Früchte schlecht gefärbt sind – für rote Streifen und Backen fehlen einfach die kühlen Nächte. Nicht umsonst heißt es bei den Obstbauern: der Mond färbt die Früchte; denn nur in klaren Nächten, wenn der Mond zu sehen ist, kühlt es für eine gute Fruchtfärbung ausreichend ab.

Viel Vergnügen beim Zuhören wünscht

16. Gartenlesung: Birnen

Es ist erstaunlich, aber diese Jahr ist schon wieder ein Birnenjahr, erstaunlich deshalb, weil es bei mir bereits das dritte gute Birnenjahr in Folge ist. Leider ist für manche Bäume des Guten zu viel: unter der Last der Früchte brechen ganze Äste ab.

 Calebasse a la Reine

Der Birnensegen ist für mich Anlass gewesen, für meine aktuelle Gartenlesung einen Text von Johannes Roth über Birnen aus seinem Buch ‚Die neue Gartenlust‘ auszuwählen. Und auch wenn ich einige der Aussagen des Textes nicht ganz unkorrigiert stehen lassen kann, so gibt er, wie ich meine, doch viele kulinarische Anregungen.

Viel Spaß beim Anhören wünscht

Michael Ruhnau

Thema WWOOFING bei ‚Buten un Binnen‘

Seit über fünf Jahren kommen regelmäßig junge Leute auf meinen kleinen Hof, um mir hier zu helfen und im Gegenzug Erfahrungen mit Tieren, Garten und dem Anbau und der Verarbeitung Obst zu sammeln. Diese Art Austausch wird durch den weltweit aktiven Zusammenschluss WWOOF (world wide opportunities on organic farms) ermöglicht.

Zaunbau

Am 8. August gab es im Regionalprogramm von Radio Bremen um 19:30 Uhr in der Sendung ‚Buten un Binnen‘ einen immerhin elfminütigen Beitrag über WWOOF, in dem die Arbeit der Wwoofer auf zwei Höfen im Landkreis Rotenburg vorgestellt wurde. Auch mein ‚Schaf- und Apfelhof‘ war mit dabei. Haptdarsteller waren meine beiden Wwoofer Laurent und Annika, die beide seit einigen Jahren immer wieder kommen, um mich hier zu unterstützen. Wer also Lust hat, schaut einfach mal rein.

15. Gartenlesung: Unkraut (2. Teil)

Wie bereits angekündigt, lese ich Ihnen in dieser Woche die zweite Hälfte von Jakob Augsteins Kapitel über seine Erfahrungen mit dem Unraut vor, das ich dem Buch Die Tage des Gärtners – vom Glück, im Freien zu sein entnommen habe.


Große Brennessel (Urtica dioica) – bisweilen unangenehm, aber nicht wirklich ein Problem


Eine sommerliche (Garten-)Woche und viel Spaß beim Anhören wünscht

Michael Ruhnau

14. Gartenlesung: Unkraut (Teil 1)

Was ich Ihnen in meiner 14. Gartenlesung vorlese, wird Ihnen allen bekannt vorkommen: kein Garten ohne Unkraut – was dem einen sein Schachtelhalm ist des anderen Giersch. Daher werden Sie sicher mit Jakob Augstein mitfühlen können, der in seinem Buch „Die Tage des Gärtners – vom Glück, im Freien zu sein“ über Unkraut und den Versuch, es loszuwerden, schreibt.

mein Problemunkraut ist die an sich schöne Zaunwinde

Da es sich hierbei um ein unerschöpfliches Thema und damit um ein längeres Kapitel handelt, lese ich Ihnen zunächst die erste Hälfte dieses Textes vor. Die zweite folgt in meiner nächsten Lesung.

Viel Spaß beim Zuhören!

Schaftag 2020 in Stubben

Am 18. Juli trafen sich in diesem Jahr die niedersächsischen Züchter der Pommerschen Landschafe in Stubben, um ihre Schafe bewerten und ins Herdbuch aufnehmen zu lassen.

Momos Tochter auf der Körbrücke

In diesem Jahr nahm Gunda Jung, Schäfermeisterin aus der Uckermark, die Bewertung der Tiere gemeinsam mit Mathias Brockob, Zuchtleiter des Landesschafzuchtverbandes Niedersachsen, vor. Erstmalig wurden vor allem Jährlingsschafe und -böcke vorgestellt.

Manche haben etwas Lampenfieber

Für mich war der Schaftag bei den weiblichen Tieren ganz erfolgreich. Ich konnte den drittbesten weiblichen Jährling in der älteren Altersklasse vorstellen, eine Tochter von Amelie.

Rangierung der älteren weiblichen Jährlinge

Auch der beste weibliche Jährling in dieser Klasse stammte aus meiner Zucht und wurde von Christina Schmidt aus Hessen vorgestellt, die im letzten Jahr Zuchttiere bei mir gekauft hatte. Das zweitbeste Tier kam aus der Zucht von Bernfried Dobben aus der Grafschaft Bentheim. Chrsitina Schmidts Jährling, eine Tochter von Tilda wurde immerhin zweitbestes Tier in der Gesamtwertungder weiblichen Jährlinge. Auf Platz 1 kam ein Schaf von Jens Rummel

Tildas Tochter (rechts) auf Platz 2 in der Gesamtrangierung der weiblichen Jährlinge

Bei den Böcken wurde der Sieger von Thomas Gerken gestellt. Auf den zweiten Platz kam ein großer, dunkler Bock von Wiebkle Knoop, auf den dritten ein ebenfalls sehr dunkler aus der Zucht von Vera Knippenberg.

Rangieren der Böcke

13. Gartenlesung: Jelängerjelieber

In dieser Woche geht es in meiner Gartenlesung um die kletternden Geißblätter. Den Text, den ich vorlese, habe ich dem Buch von Johannes Roth ‚Die neue Gartenlust‘ entnommen, das als Insel-Taschenbuch erschienen ist. Anlass für das Thema meiner Lesung war diesmal das üppig blühende Geißblatt Lonicera similis ‚delavayi‘ in meinem Garten, das ich mir vor Jahren von einer Gartenreise nach England mitgebracht habe.

Lonicera similis ‚delavayi‘

Ich wünsche viel Vergnügen beim Anhören!

12. Gartenlesung: Die goldenen Äpfel der Hesperiden

Für diese Gartenlesung habe ich eine griechische Sage ausgewählt, in der es um einen Garten geht. Der Halbgott und Held Herakles (bei den Römern Herkules), musste für König Eurytheus eine ganze Reihe von Aufgaben lösen, wobei der König im Stillen (vergeblich!) hoffte, dass Herakles dabei scheiterte und ums Leben käme. Die letzte Aufgabe des Helden bestand darin, die sagenhaften goldenen Äpfel der Hesperiden zu stehlen.

Agrumen-Töpfe in den Boboli-Gärten in Florenz

Heute können wir diese goldenen Äpfel auf jedem Wochenmarkt und und jedem Supermarkt kaufen, wurden sie doch spätestens im 17. Jahrhundert mit den Zitrusfrüchten gleichgesetzt. Nicht zuletzt diese Gleichsetzung diente den Fürsten dieser Zeit als Vorwand, eine möglichst große Sammlung unterschiedlichster Zitrusgewächse in ihren Schlossgärten zu versammeln.

Viel Spaß beim Zuhören wünscht

Michael Ruhnau