8. Gartenlesung: Bourbonrosen

Inzwischen ist es Juni, und damit sind wir im Monat der Rosen angekommen. Für meine achte Gartenlesung habe ich deshalb wieder einmal einen Text von Vita Sackville-West aus ihrem Buch ‚Mein Garten‘ über alte Rosen ausgewählt. In diesem Kapitrel geht es um die Bourbonrosen, eine spezielle Klasse der alten Rosen, die auf der Insel Ile de Bourbon entstanden sind und zu der u. a. die wunderbar duftende ‚Louise Odier‘ zählt.


Louise Odier

Die Lesung können Sie sich hier anhören.

7. Gartenlesung: Die Osterluzei

In meinem Garten hat die Osterluzei begonnen zu blühen, diese unscheinbare und bei näherem Hinsehen doch so interessante Pflanze, deren Linienspiel mich immer an Jugendstil-Ornamente erinnert.


Osterluzei, Aristolochia clematitis

Für meine Garten-Lesung, die diesmal eben diese Pflanze zum Thema hat, bin ich wieder einmal bei Jürgen Dahl fündig geworden, der so kenntnisreich und kurzweilig über die Osterluzei schreibt. Der Text ist dem Buch „Neue Nachrichten aus dem Garten“ entnommen, erschienen bei Klett-Cotta.

Den Beitrag zum Anhören finden Sie hier.

6. Gartenlesung: Berauscht vom roten Mohn

Im Garten versprüht der Orientalische Mohn gerade sein intensives Farben-Feuerwerk. Das ist für mich Anlass genug, meine wöchentliche Gartenlesung wieder einmal einem Kapitel aus der „Gartenlust“ von Johannes Roth zu widmen.


Papaver orientale ‚Beauty of Livermere‘

Ich wünsche viel Vergnügen beim Anhören!

5. Gartenlesung: Die kluge Frau

Im Garten haben mittlerweile wieder die Töpfe mit den Zitronen ihren Platz in meinem kleinen Kräutergarten / Hesperidium bezogen. Und da sie gerade so schön blühen und mit den toskanischen Iris um die Wette duften, könnte man sich fast der Illsuion hingeben, in einem Garten der Toskana zu sein. Das hat mich inspieriert, auf der Suche nach einer Vorlses-Geschichte nach Italien zu schauen.


Zedratzitrone

Die kleine Geschichte, die ich diesmal vorlese, hat zur Abwechslung einmal kein gärtnerisches Thema, sondern ist einer Sammlung von volkstümlichen Renaissance-Novellen des toskanischen Schriftstellers Franco Sacchetti entnommen, der diese ein paar Jahrzehnte nach dem Decamerone von Giovanni Boccaccio im vierzehnten Jahrhundert zusammengetragen hat (auf Deutsch bei Wagenbach unter dem Titel: ‚Die wandernden Leuchtkäfer‘ erschienen).

Bevor Sie sich meine Lesung anhören, muss ich allerdings eine Warnung aussprechen: genau wie bei Boccaccio nehmen auch Sacchettis Novellen kein Blatt vor den Mund und sind mitunter etwas derb.

Dass wir uns doch nicht in der Toskana befinden, verrät der starke, norddeutsche Wind, der auf meiner Aufnahme leider immer wieder zu hören ist. Darüber kann auch die Mönchsgrasmücke, die meine Lesung mit ihrem lauten und wohltönenden Gesang so freundlich begleitet hat, nicht hinwegtäuschen.

Ich wünsche Ihnen dennoch viel Vergnügen beim Anhören!

4. Gartenlesung: Mit den Augen fühlen und mit den Händen sehen

Für meine vierten Gartenlesung habe ich wieder einen Text von Jürgen Dahl ausgewählt, diesmal aus seinem Buch „Neue Nachrichten aus dem Garten“. Diesmal geht es um die sinnliche Wahrnehmung von Pflanzen, ohne den naheliegenden Gesichtssinn zu benutzen. Eine wichtige Rolle in diesem Beitrag spielen die Borretschgewächse, die früher so passsend Rauhblattgewächse hießen.

Ein besonders schöner Vertreter dieser Familie blüht gerade in meinem Garten. Dieser Beinwell mit seinen intensiv blauen Blüten ist ein Mitbringsel von einer meiner Gartenreisen, und zwar aus dem Jardin d’Agapanthe in der Normandie.

Meine Lesung finden Sie hier.

3. Gartenlesung: Vita zu ehren

In dieser Woche habe ich für meine Gartenlesung einen kleinen Beitrag von Jürgen Dahl ausgesucht. Zum Einen knüpft er so schön an meine Gartenlesung der letzetn Woche an, zum anderen blüht die weiße Mondviole bei mir noch. In meinem Garten (oder besser: vor meinem Garten) gibt es nur die weiße Form von Lunaria annua, und nicht die sehr viel häufigere violette. Das verleiht dieser sonst weit verbreiteten Pflanze etwas Besonderes.

weiße Mondviole

Jürgen Dahl war freier Schriftsteller, ständiger Mitarbeiter der Zeit und des WDR und hat einige sehr lesenswerte Bücher über Pflanzen, Gärten und Ökologie geschrieben. Der Text, den ich vorlese und der hier anzuhören ist, ist dem Buch „Vom Geschmack der Lilienblüten – Neueste Nachrichten aus dem Garten“ entnommen.

2. Gartenlesung: Obstblüte und Stiefmütterchen

Durch die vielen positiven Rückmeldungen auf meine erste Gartenlesung ermutigt, habe ich einen weiteren Text zum Vorlesen ausgewählt, diesmal von Vita Sackville-West.

Die bekannte Gärtnerin und Schriftstellerin hat unter dem Titel „In my Garden“ über 25 Jahre lang regelmäßig eine Gartenkolumne für die Zeitschrift „Observer“ verfasst. Auf Deutsch sind einige dieser Beiträge im Piper Verlag unter dem Titel „Mein Garten“ erschienen.

Die Begebenheit, die ich vorlese, trug sich zwar im April zu und ist somit nicht mehr ganz passend zu den ersten Maitage, doch da das Wetter in den letzten Tagen eher Aprilwetter war und die Obstbäume auch noch blühen, erschien mir der Text doch ganz geeignet.

Vita Sackville-Wests Beitrag über die Obstblüte und Stiefmütterchen finden Interessierte hier.

Gartenlesung: Rhabarber verlangt nach Wein

Wenn in diesem Jahr alles „nach Plan“ verlaufen wäre, würde ich bereits in holländischen Gärten unterwegs sein und anderen Garten-Enthusiasten zeigen, wie kreativ die holländischen Gärtnerinnen und Gärtner mit Zwiebelpflanzen und Frühlingsblühern umgehen – doch an Reisen ist zurzeit ja nicht zu denken.

Da ich also leider keine Gärten in Holland, Frankreich oder England zeigen kann, habe ich mir überlegt, etwas zu tun, was auch in diesen Zeiten möglich ist: Alle, die Lust haben, in meinen Garten einzuladen und Ihnen eine kleine Geschichte vorzulesen. Vielleicht gelingt es mir, auf diesem Wege – vor allem denjenigen, die keinen eigenen Garten haben – ein wenig Frühlingsatmosphäre zu schicken, denn hier blühen gerade jetzt die Apfelbäume, und der Frühling ist in vollem Gange.

Wer also Lust hat,  sich passend zur Jahreszeit eine kleine Geschichte von Johannes Roth über den Rhabarber anzuhören, schaut einfach hier.

 

Gartenreisen 2020

Für 2020 habe ich Gartenreisen zu den folgenden Zielen geplant:

  • Vom Donnerstag, 23.04.2020 bis Sonntag 26.04.2020 wird unter dem Motto Tulpenwahn eine „Bloembollen-Tour“ in die Umgebung von Groningen stattfinden.

Spätestens seit dem 17. Jahrhundert, als Tulpenzwiebeln in den Niederlanden ein Spekulationsobjekt waren, das zum ersten Börsencrash der Geschichte geführt hat, sind unsere niederländischen Nachbarn berühmt für ihre Blumenzwiebel-Kultur. Dabei gibt es weit mehr als den weithin bekannten Keukenhof mit seinen Tulpen-Massenpflanzungen. Auch in vielen privaten Gärten beginnt das Gartenjahr farbenreich mit Tulpen und anderen Frühlingsblühern, die mit den austreibenden Stauden zauberhafte Gartenbilder ergeben.

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Garten Tuinfleur

Wir werden auf dieser viertägigen Reise eine Reihe privater Gärten besuchen, die das Thema Blumenzwiebeln und Frühlingsblüher jeweils ganz individuell umsetzen. Groningen, unser Hotelstandort, ist zudem eine interessante Stadt, die auch für sich einen Besuch wert ist und an den Abenden und einem Nachmittag erkundet werden kann.

Der Reisepreis im Doppelzimmer beträgt 795 € (Einzelzimmerzuschlag: 156 €). Weitere Einzeheiten zum Ablauf dieser Reise finden Sie hier.

  • Vom Montag, 20.07.20, bis zum Sonntag, 26.07.20,  führt uns  eine weitere Gartenreise unter dem Thema Gärten, Küche und Kultur im Elsass nach Frankreich.

Auf dieser Reise in die kleine, dabei aber überraschend vielfältige Region Elsass werden wir zauberhafte Privatgärten entdecken, regionaltypische Produkte probieren und die vielfältige Landschaft des Elsass kennenlernen.

Riedgarten
Riedgarten

Diese Reise werde ich wieder in der bewährten Zusammenarbeit mit Frau Hahn durchführen, die uns Einblicke aus erster Hand in das Leben und die Kultur unserer französischen Nachbarn geben kann, da sie bereits seit über 30 Jahren in Paris lebt.

Der Reisepreis im Doppelzimmer beträgt 1.475 € (Einzelzimmerzuschlag 280,50 €). Weitere Informationen zum Ablauf dieser Reise finden Sie hier.

  • Vom 08. – 15.09.2020 wird es schließlich noch einmal die Möglichkeit geben, die wärmende  Sonne südlich der Alpen zu genießen. Venetien und Venedig – Gärten, Landschaft, historische Städte und die Architektur Palladios sind die Themen der dritten Gartenreise, die uns in die Region zwischen Gardasee und der Lagune von Venedig führen wird.

Neben interessanten und historisch bedeutsamen Gärten wird auch die Architektur des berühmten Renaissance-Architekten Andrea Palladio auf unserem Reiseprogramm stehen. In keiner anderen Region findet man eine solche Anzahl von Bauwerken dieses vielleicht einfussreichsten Architekten des 16. Jahrhunderts.

Isola del Garda
Isola del Garda

Mit Padua, Vicenza, Verona und natürlich Vendig selbst stehen auch einige historische Städte auf dem Reiseprogramm, und auch die kulinarischen Spezialitäten Venetiens werden nicht zu kurz kommen. Das Gartenprogramm dieser Reise beinhaltet u. a. einen exklusiven Besuch auf der Isola del Garda, die sich im privaten Besitz der Familie Cavazza befindet. Ein weiterer Höhepunkt ist der Besuch Venedigs, wo wir eine Führung in einige private Gärten der Lagunenstadt bekommen werden.

Der Reisepreis im Doppelzimmer beträgt 1.795 € (Einzelzimmerzuschlag: 200 €). Weitere Informationen zum Ablauf der Reise und den besuchten Gärten finden Sie hier.

Anmeldungen können wie immer bei der Firma Schmätjen vorgenommen werden: 0 42 88 – 2 34, info@schmaetjen.de

 

Sommerausklang in den Niederlanden

Am Ziel für meine dritte diesjährige Garten-Tagesfahrt war  war der trockene Sommer schuld. Ursprünglich war der Besuch dreier Gärten in der Nähe von Löhne geplant, aber da diese  besonders stark unter der Trockenheit gelitten hatten, musste ich mir kurzfristig eine Alternative überlegen. Auf diese Weise gab es in diesem Jahr dann doch noch einen Tagesausflug in die Region Groningen, und in der Rückschau war der Besuch der drei ausgewählten Gärten weit mehr als nur ein Ersatz für die abgesagten Gärten.

Den Anfang machte der ehemalige Hof Tjassensheerd mit seinem Garten. Wie viele wohlhabende Höfe in der Region Groningen, war auch hier im 19. Jahrhundert ein sogenannter Slingertuin, ein Schlingergarten, neben dem imposanten Haus angelegt worden. Ihren Namen hatten diese Gärten von der geschlängelten Wegeführung, orientierten sie sich doch in ihrer Gestaltung mit ihrer ungezwungenen Wegeführung an englischen Landschaftsgärten, wenngleich auf einem wesentlich kleineren Maßstab.

Neben diesem historischen Gartenteil gibt es in Tjassensheerd noch einen modernen formalen Garten, der durch eine Mauer vom Slingertuin abgetrennt ist. Familie Duijnisveld empfing uns auf das Freundlichste und sorgte mit Getränken und Gebäck für einen angenehmen Aufenthalt an diesem sehr warmen Tag.

Unsere zweite Station war die Kleine Plantage, eine Staudengärtnerei mit Schaugarten, die  bereits zum wiederholten Male auf dem Programm der Garten-Tagesausflüge stand. Hier gibt es nicht nur ein verlockendes Angebot ausgefallener Stauden, sondern in den ausgedehnten Schaugärten zeigen Eric Spruit und Fleur van Zonneveld auch gleich, wie die Stauden aus der Gärtnerei wirkungsvoll eingesetzt werden können. Selbst wer hier nicht für den eigenen Garten fündig wurde, konnte manche Anregung für gelungene Staudenkombinationen bekommen. Kaffee, Tee und Gebäck sorgten darüber hinaus für eine entspannte Atmosphäre.

Den Abschluss an diesem Tag bildete der Garten Tuinfleur, ebenfalls ein „alter Bekannter“. Rika van Delden empfing uns in ihrer unvergleichlichen Art: ihr Enthusiasmus und ihre Freude am Garten sind wahrhaftig ansteckend.

Seit dem letzten Besuch ist der Garten noch einmal erweitert worden – nicht zuletzt, weil Rikas Ehemann, der für den Heckenschnitt verantwortlich ist, mit den Hecken, die es auch vorher bereits reichlich gab, offenbar nicht ausgelastet ist. So besteht der abschließende Gartenteil fast ausschließlich aus formstrengen Heckenelementen. Auch hier gab es zum Abschluss noch einmal Apfelkuchen, so dass wir uns gut gestärkt auf den Heimweg machen konnten.