Milchverarbeitung
Im vergangenen Sommer habe ich schon zum dritten Mal einige meiner Schafe gemolken. Diesmal warenn es vier: Alete, Momo, Liese und Cara. Natürlich hatte ich aus den Erfahrungen der letzten beiden Jahre gelernt und alles etwas optimiert.

So hatte ich mit meinen Helfern, die zeitweilig als Wwoofer (WWOOF steht für: world wide opportunities on organic farms) hier bei mir waren, einen kleinen Melkstand gebaut, der das Melken doch sehr erleichtert hat.

Außerdem hatte ich wieder Hilfe von Margret, die immer bereitwillig einspringt und die Schafe melkt, wenn ich einmal nicht da bin.

Die Schafe hatten sich wieder ganz gut an das Melken gewöhnt. Natürlich gab es auch immer zur Belohnung ein kleines Leckerli.

Wie in den letzten Jahren habe ich die Milch zu Joghurt…

… Weichkäse…

… Schnittkäse nach Art von italienischem Pecorino…

… und natürlich Ricotta verarbeitet.

Hier noch einige Eindrücke vom Käsemachen:

Im vergangenen Sommer reichte der alte kleine Käsekessel nicht mehr aus, deshalb habe ich mir eigens einen neuen in Sardinien fertigen lassen. Dort werden solche Kessel wegen der vielen Schafe, die hier gemolken werden, immer noch hergestellt.

die durch das Lab dickgelegte Milch (noch im kleinen, alten Kessel) wird kleingerührt

nach einer kurzen Ruhezeit wird der Käsebruch in die Form gefüllt, von Hand gepresst

…und mehrfach gewendet

Im Keller bekommt der fertige Pecorino dann seine nötige Reife

…und sieht nach einigen Wochen schon ganz gut aus
Meine Erfahrungen der letzten Beide Jahre habe ich in einem Artikel zusammengefasst, der in der Zeitschrift Schafzucht erschienen ist

und hier zu nachlesen ist


Nachdem Robert Höck bereits einen Beitrag über meine Pommerschen Landschafe gemacht hat und auch meine Ostfriesischen Möwen und Mechelner in einem seiner Beiträge vorkommen, beschäftigt sich ein weiterer Film von ihm mit Schafrassen, die besonders geeignet für Selbstversorger sind. Es freut mich natürlich besonders, dass er die Pommerschen Landschafe auf Platz zwei gestellt hat.

In einem Kochbuch, das im Rahmen des Projektes entstanden ist, werden leckere Rezepte vorgestellt und die Menschen, die sich mit diesen alten Sorten und Rassen beschäftigen, und darüber, wie und warum sie das tun. Insgesamt ist so eine kleine Deutschlandreise des guten Geschmacks und der kulinarischen Vielfalt entstanden.



