Lammzeit

In diesem Jahr beginnt die Lammzeit bei mir am 18. März. Alma ist nicht nur mein neues Leitschaf, das der Herde beim Weidewechsel vorangeht, sondern sie macht auch den Anfang beim Ablammen. Während Alma im letzten Jahr mit einer Totgeburt und einem lebensschwachen Lamm Pech hatte, läuft in diesem Jahr alles vollkommen problemlos ab: zwei gesunde Lämmer mit einem guten Geburtsgewicht von 3,4 und 3,9 kg.

Überhaupt verläuft die diesjährige Lammzeit sehr ruhig und ohne Komplikationen. Insgesamt sind 39 Lämmer geboren worden, und nur eines davon war nicht lebensfähig. Das ist ein sehr gutes Ergebnis.

Es ist immer wieder schön anzusehen, wie souverän auch junge Schafe ihre Lämmer zur Welt bringen und sich hingebungsvoll um sie kümmern.

Hier einige Fotos von einigen der zufriedenen Mütter:

Liese ist schon ein „alter Hase“, was das Lämmerkriegen betrifft

Momos Zwillinge sind mit 4,6 und 5 kg sehr groß

Lykkes Zwillinge sind dagegen eher klein

Tilda hat kaum Zeit, ihr erstes Lamm trocken zu lecken, da ist auch das zweite bereits da

Luna hat gleich beim ersten Mal Zwillinge

Wie hingebungsvoll sie ihre frischgeborenen Lämmer ableckt, kann man sich hier ansehen

Lores Lämmer sind bereits trocken geleckt, als wir morgens zum Füttern auf die Weide kommen

In den meisten Fällen bekomme ich von den Geburten nichts mit, denn die Lämmer werden oft zum Ausgang der Nacht geboren. Bei Isis‘ Geburt war ich jedoch rechtzeitig und konnte miterleben, wie das zweite Lamm zur Welt kam. Das habe ich in einer kurzen Filmsequenz festgehalten. Kaum geboren, leckt die Mutter die Fruchthülle ab. Auch das kann man sich heir anschauen.

Morgenstimmung auf der Weide

Aber das sind wie gesagt eher die Ausnahmen. Meist bietet sich morgens ein friedliches und entspanntes Bild, und auf den ersten Blick ist gar nicht zu erkennen, welche Lämmern erst  in der vergangenen Nacht geboren worden sind.

Während die Mütter gefüttert werden, beginnen die Lämmer schon bald zu spielen. Wer die ganze Lämmergruppe in Bewegung sehen möchte, kann sich das hier anschauen.

Fütterungszeit

Die Lammzeit ist immer eine intensive Zeit im Jahr, und es gibt jede Menge zu tun. In diesem Jahr kann ich wegen der Einschränkungen aufgrund der Corona-Infektionen keine Wwoofer bei mir aufnehmen. Da ist es gut, dass mein Partner Wilhelm mir bei der Versorgung der Tiere hilft.

Wilhelm im Einsatz

Nun ist es auch höchste Zeit, dass der Bock, der den ganzen Winter bei den Mutterschafen verbracht hat, zusammen mit den beiden Jungböcken auf eine separate Weide kommt. Die beiden jungen Kerle wollen es natürlich gleich wissen und forderen den älteren heraus, doch schon nach wenigen Kopfstößen ist klar, wer der Chef auf der Weide ist. Ich habe das Ganze in einem kleinen Film festgehalten, den man sich hier anschauen kann.